CCE: Wickie gegen die starken Frauen

Veröffentlicht am Samstag 05 Juni 2010 02:37:27 von Karla Kolumna

Bereits gestern traten Wickie & die Raucherlungen bei der Sportwoche des FC Körle an. Nach einem etwas durchwachsenen ersten Turniertag galt es heute, dem Gegner stilvoll das Runde in das Eckige zu schieben.

Dazu war aber etwas Vorbereitung nötig. Gestern versuchten die Seeräuber sich mit klassischem Aufwärmtraining und Einspielen auf die anstehenden Duelle vorzubereiten. Anscheinend waren dabei die Raucherlungen so überfordert, dass bei einigen Spielen die Puste auf dem Platz nicht mehr ausgereicht hat. Daher ging das Team neue Wege und besinnte sich auf seine klassischen Stärken. Das Aufwärmen fand traditionell zwischen Bierbude und Futtertheke statt. Edi sorgte mit einem zarten Schweinehackbrät im Naturdarm für den nötigen Bodendruck und der Rest der Truppe erweckte seinen Sportsgeist mit einem südbayrischen Isodrink. Kaum zu glauben, dass mittlerweile auch alkoholfreie Getränke vor dem Spiel erlaubt sind - früher wäre man alleine bei dem Gedanken daran Kiel geholt worden!

Sei es drum, Fußball gespielt wurde dann aber tatsächlich auch noch. Im ersten Spiel des Freitagabend traute sich das NDV-Team um Michael Schmoll gegen Wickie und die starken Männer auf den Platz. Es folgte ein gut umkämpftes, aber sportlich faires Spiel, in dem sich die Seeräuber verdient mit 2:0 durchsetzen konnten.

Als vorletztes Spiel des Turniers forderten uns die Sportlerinnen von der Handball SG heraus. Da dieses Team schon in ihren vorherigen Spielen durch ihre unkonventionelle und ausgesprochen kreative Spielweise aufgefallen war, bedeutete dies für die Seeräuber nur eins: Hier musste der Kampf in voller Montur bestritten werden, um den Gegner mit unseren prachtvollen Uniformen den Schneid ab zu kaufen. Das gelang so weit auch ganz gut, denn wir konnten mit 2:0 in Führung gehen. Danach schlichen sich aber kleinere Unaufmerksamkeiten in das Spielgeschehen ein, weil Ralf F. versuchte die Gegner mit einem Husch-Husch zu vertreiben, anstatt den Fuß vor den Ball zu stellen. Auch der von ihm bevorzugte Körperkontakt konnte unserer Mannschaft keinen Ballgewinn bescheren und so kassierten wir den Anschlusstreffer. Eine deutlich souveränere Stütze in der Abwehr war dagegen Edi (die Landratte), der sich erst kurz vor dem Turnier entschlossen hatte, der Seeräubergemeinschaft beizutreten. Auch wenn er sich beim Laufen sein Fell aus den Kniekehlen ziehen musste, klärte er doch viele wichtige Situationen für Wickie und die starken Männer! Nachdem er bei einem Kopfball den Ball mit seinem Helm fast aufgespiest hätte, konnten wir einen weiteren klaren Führungstreffer erzielen. Doch die Spielerinnen der HSG gaben nicht klein bei und begingen mehrere bösartige, aber nicht geahndete Fouls am Chef der Piraten. Reiner war davon so beindruckt, dass er bei einem Angriff der Handballerinnen zurück zog und somit den erneuten Anschlusstreffer ermöglichte. In der verbleibenden Spielzeit gelang es den kämpferischen Handballerinnen dann aber nicht mehr, noch einen Ausgleichstreffer zu erzielen. Völlig dehydriert stolperten die Seeräuber vom Platz, um sich dann mit echten Männergetränken zu stärken - aus den guten alten Zeiten sind eben doch noch ein paar Traditionen übrig geblieben.

Am Ende des Turniers kam es dann noch zu einer kleinen Kuriosität. Die Siedler, das NDV-Team und Wickie & die starken Männer waren alle punktgleich. Die Turnierleitung schlug daraufhin vor, die Platzierungen mit einem Neunmeterschießen zu ermitteln. Aber der Vorschlag wurde von allen beteiligten Spielern dankbar abgelehnt. Als Gegenvorschlag wollte die kickende Horde die Platzierung an der Theke im einarmigen Reißen in der Meter-Klasse ermitteln - aber der Turnierleitung fehlte es für diese Disziplin an ausgebildeten Kampfrichtern. Also ermittelte man klassisch das Torverhältnis und somit gewannen die Siedler den zweiten Platz und das NDV-Team erreichte den dritten Platz. Besonders fair und sportlich wirkt es dabei, dass alle drei genannten Mannschaftten im Spiel gegen Schwächere trotz engem Torverhältnis nicht auf pures Tore-Schinden aus waren, sondern auch dem Gegner die Freude am Spiel und der Sportwoche bewahren wollten. Das zeichnet die große Klasse und Sportlichkeit von Mannschaften bei einem Hobbyturnier aus! Für Wickie & die starken Männer reichte es dennoch zu einem guten vierten Platz, der bis spät in den Abend gefeiert wurde.

Wir hoffen, alle Mannschaften im nächsten Jahr wieder zu sehen und danken dem FC Körle für die Ausrichtung des Turniers und allen Zuschauern, die sowohl uns als auch die anderen Teams unterstützt haben!


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